Diejenigen, die es vorziehen, eine SMS zu senden, anstatt zu telefonieren, haben oft diese 4 Eigenschaften gemeinsam, laut Psychologie

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Diejenigen, die es vorziehen, eine SMS zu senden, anstatt zu telefonieren, haben oft diese 4 Eigenschaften gemeinsam, laut Psychologie

Immer mehr Menschen ziehen es vor, Nachrichten zu senden, anstatt einen Anruf zu tätigen. Dieses scheinbar harmlose Verhalten verdeckt interessante psychologische Mechanismen, die viel darüber aussagen, wie wir mit der Welt interagieren.

Eine SMS zu senden oder einen Telefonanruf zu tätigen: zwei sehr unterschiedliche Kommunikationsmethoden. Wenn Sie dazu neigen, das Schriftliche zu bevorzugen, haben Sie vielleicht bereits ein Unbehagen oder ein Missverständnis von anderen gespürt. Dennoch sagt diese Präferenz laut Forschern der Cornell University viel darüber aus, wie Sie Ihre Beziehungen, Ihre Emotionen und Ihre Prioritäten verwalten. Tatsächlich könnte dieses Verhalten ein Spiegelbild tiefer Charaktereigenschaften Ihrer Persönlichkeit sein. Um zu diesen Schlussfolgerungen zu gelangen, analysierten amerikanische Psychologen 18 Monate Aufzeichnungen der mobilen Kommunikation (Anrufe vs. SMS) von 24 Personen. Ihre Arbeiten zeigen, dass die Kommunikationsmuster (wann man anruft, wann man SMS schreibt) oft je nach Kanal unterschiedlich sind, was unterschiedliche Gebrauchsmuster, Bedürfnisse oder psychologische Präferenzen widerspiegeln kann.

1. Ein Bedürfnis nach Überlegung vor der Handlung

Personen, die das Senden von Nachrichten bevorzugen, sind oft „interne Prozessoren“. Sie brauchen Zeit, um ihre Gedanken zu ordnen, bevor sie antworten, um präziser und absichtlicher in ihren Aussagen zu sein.

Im Gegensatz zu Anrufen, bei denen der Austausch spontan und unmittelbar ist, bieten SMS die Gelegenheit, nachzudenken, bevor man handelt. Dieses Bedürfnis nach Abwägung ist mit einer gewissen Introspektion verbunden, die sicherstellt, dass die gewählten Worte die beabsichtigte Bedeutung am besten widerspiegeln.

2. Das Streben nach Klarheit und Präzision

Einer der Vorteile von SMS ist, dass sie es erlauben, Worte umzuformulieren, zu überlesen und zu korrigieren, bevor man sie abschickt. Das zeugt von einem Streben nach Klarheit in der Kommunikation. Für diejenigen, die diesen Kommunikationsmodus bevorzugen, ist die Genauigkeit der Worte von entscheidender Bedeutung, und das Schreiben bietet ihnen die Möglichkeit, ihre Nachricht zu verfeinern.

Das geht weit über den praktischen Aspekt hinaus: Es ist eine Art sicherzustellen, dass die Information auf die treuste und klarste Art und Weise übermittelt wird. Diese Präzision ist keine Kälte, sondern eine Form des Respekts gegenüber dem Gesprächspartner.

3. Die Ablehnung oberflächlicher Interaktionen

Telefonanrufe bringen oft Höflichkeitsfloskeln mit sich, die manchmal erzwungen wirken, und einen Ton, der künstlich erscheinen kann. Für diejenigen, die SMS bevorzugen, sind diese oberflächlichen Interaktionen ermüdend. Der Text bietet hingegen eine direktere Möglichkeit, die eigenen Gedanken auszudrücken, ohne eine Rolle spielen zu müssen.

Die SMS erlaubt es dem Einzelnen, authentischer zu sein, ohne die Verpflichtung, eine soziale Fassade aufrechtzuerhalten. Diese reinere Form der Kommunikation wird oft von denen geschätzt, die eine aufrichtige Verbindung suchen.

4. Die Verwaltung der emotionalen Belastung

Telefonische Gespräche können emotional anspruchsvoll sein, da sie eine direkte Anwesenheit und eine ständige Verwaltung der Emotionen erfordern. Diejenigen, die es vorziehen, Nachrichten zu senden, sind oft sehr aufmerksam gegenüber ihrem emotionalen Zustand und ziehen es vor, diese Last auf eine gemäßigtere Weise zu verwalten. Der Text erlaubt ihnen, zu antworten, wenn sie sich bereit und in der Lage fühlen, das Gespräch zu führen.

Das bedeutet nicht, dass es an Zuneigung fehlt, sondern eher eine bewusstere Art, ihr emotionales Wohlbefinden zu schützen und dennoch verbunden zu bleiben.

Referenzen

  • Channel-Specific Daily Patterns in Mobile Phone Communication, Cornell University (2015), doi.org/10.48550/arXiv.1507.04596
  • Text messaging, personality, and the social context, Journal of Research in Personality (2011); DOI:10.1016/j.jrp.2010.11.015